Sanierung der Seeufer in Gottlieben gestartet

Vor 20 Jahren wurden in Gottlieben sieben verschiedene Systeme von Ufersicherungen ausprobiert. Die Wirksamkeit des „Beuteltücher“-Systems ist nun soweit eingebüsst, dass es ersetzt werden muss. Für die Sanierung wurde jenes System ausgewählt, das sich bis jetzt am besten bewährt hat, nämlich die Sicherung mit Rollkies. „Vorgeschüttete Rollierung“ heisst das im Fachjargon. Die Fliessmatten mit den ehemals steingefüllten Beuteln werden entfernt. 

Das Material, das vorgeschüttet wird, kommt per Schiff. Der Wasserstand wurde letzte Woche als ideal eingestuft. Zwar werden die Vögel im nahen Schilf erschrecken, was im Winter eine ungeliebte Erscheinung ist. Trotzdem wird dieser Form von Baustellen-Anlieferung der Vorzug gegeben. Eine landseitige Anlieferung würde die Vögel wohl ebenfalls erschrecken, und gleichzeitig würde der Boden des Rieds arg strapaziert. Zudem ist die seeseitige Lieferung für den Arbeitsprozess von Vorteil. Mit der Anlieferung der rund 500 Kubikmeter Geröll und Kies per Boot ist in der ersten oder zweiten Februarwoche zu rechnen – je nach Witterung. Es sind 5 bis 8 Fahrten geplant.

Notwendige landseitige Vorarbeiten werden ab sofort erledigt, solange der Boden gefroren ist. Dazu gehört auch die Erweiterung des zweiten kleinen Entwässerungsgrabens nach den Werftgebäuden. Er wird bis zum See hin geöffnet. So ergibt sich ein natürliches, der Dynamik des Sees angeschlossenes Rückzugsgewässer, was laut Fischereiaufseher vor allem die Kleinfische (Cypriniden) schätzen werden.

Legende zum Bild im Anhang: Im Vordergrund sind Reste der zu entfernenden Beuteltücher zu sehen. Nach der Sanierung wird sich das Ufer so präsentieren wie im oberen Teil des Bildes zu sehen: wie eine Kiesbank.                                                                                    (Foto AfU)

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