Geografie

warning: Creating default object from empty value in /var/www/phtg/drupal/modules/taxonomy/taxonomy.pages.inc on line 33.

Ein Bagger im Bach - warum?

Möglicher Anlass / Kontext

Nahe Wasserbaustelle

Vorkenntnisse

keine

Fächer

Biologie, Geografie, Lebenskunde / Berufswahlvorbereitung

Stufe

Sekundarstufe I E (G)

Orte

Schulzimmer, am Bach / vor Ort

Dauer

Mehrere Lektionen

Methode

Induktiv, selbständig. Bezug auf Expertenwissen.

Material

Arbeitsblatt 5.1.1, Fotoapparat, Gemeindeplan (1:10'000), Notizmaterial, Packpapier

Leitziele gemäss Lehrplan Thurgau

Realien Geografie

Vom Mensch geschaffen: Die Schüler und Schülerinnen erfahren an Beispielen, wie die Menschen ihre Umwelt beeinflussen, welche kulturellen Werte sie schaffen und welches heutige Problemkreise sind. Sie erfahren, mit welchen Mitteln die Menschen in ihre Umwelt eingreifen.

Realien Geografie

Leben auf der Erde: Sie lernen den unmittelbaren Nutzen des menschlichen Tuns und die Folgen desselben für die Umwelt zueinander in Beziehung zu setzen. Sie können sich zunehmend mit den vergangenen, aktuellen und geplanten Eingriffen des Menschen in die Natur auseinandersetzen und lernen, vorausschauend zu denken.

Realien Naturlehre

Raum um uns: Die Schüler und Schülerinnen nehmen die Natur in ihrer unmittelbaren Umgebung wahr und können Phänomene und Probleme erkennen.

Lernziele

  • Ziel und Zweck eines baulichen Eingriffs in ein naheliegendes Gewässer herausfinden und nachvollziehen können.
  • Grundsätzliche Alternativen ausdenken und mögliche Argumente für und wider die Alternativen formulieren können. Sich diskursiv einbringen können.

Ablauf

Vorarbeit: Lehrerin oder Lehrer (L) nimmt mit der Baustellenleiterin oder dem Baustellenleiter Kontakt auf, lässt sich über Ziel und prinzipielle Massnahmen orientieren und bespricht die Möglichkeit eines Besuches direkt auf der Baustelle.

  1. Besuch auf oder gegenüber einer Bach-Baustelle. Schülerinnen und Schüler (S) betrachten Vorgänge und Eingriffe und machen sich Gedanken, über deren Ziel und Zweck. L gibt nur minimale Auskunft über Bauabsicht. S notieren und fotografieren etc. Sie begehen die Abschnitte gleich ober- und unterhalb der Baustelle bzw. der zu schützenden Objekte (Arbeitsblatt 5.1.1).
  2. Auswertung des Besuches im Schulzimmer: S tragen die wichtigsten Elemente der Bauarbeiten zusammen. Sie besprechen ihre Gedanken und Ideen über die Bauabsicht. Sie halten ihre Schlüsse (Ziele) fest und begründen, woraus sie dies schliessen. Die S versuchen die Ziele in eine Hierarchie zu geben. Welches ist das wichtigste Ziel? Die/der L gibt Antworten. Offengebliebene Fragen werden für Pkt. 4 gesammelt. Die S besprechen mögliche unerwünschte Auswirkungen der Baumassnahmen.
  3. Alternativen: Die S überlegen, welche grundsätzlichen Alternativen es gäbe , um die gleichen Ziele zu erreichen. Welche Vor- und Nachteile hat jede Alternative? Recherche in bachseefluss.
  4. Gespräch mit einer / einem beteiligten Planungs-Expertin bzw -Experten, der/dem die S ihre Schlüsse vorstellen.
  5. Präsentation der Fotos der Begehung und allfälliger Protokolle oder Produkte der S in www.bachseefluss .

Nützliche Informationen aus www.bachseefluss.ch:

4.1 Wasserbau

Infoblatt 4.1: Ingenieurbiologie - Was ist das?

Infoblatt 4.2: Wasserbau auf der Homepage des Kantons Thurgau

3.2 Planungsabläufe 
1.1 Gewässer

Kompetenzen
  • Fähig sein, Ziel und Zweck eines Bauvorhabens nachzuvollziehen, mehrschichtig analysieren und kritisch diskutieren zu können.
  • Fähig sein, neue Gedanken zu prüfen.
  • Fähig sein, eigenständig ihren Alltagserfahrungen und Fragen aus dem Bereich Natur, Umwelt, Technik und Gesellschaft nachzugehen, nach Antworten zu suchen und dabei verschiedene Positionen einzunehmen.

Kompetenzförderung:

  • Weltoffen und neue Perspektiven integrierend Wissen aufbauen (Sach- und Methodenkompetenz).
  • Vorausschauend denken und handeln können (Sach- und Methodenkompetenz).
  • Fähigkeit zum Handeln im grösseren Kontext (Selbstkompetenz).
MaterialienTypGrösse
AB_5.1.1_Ein_Bagger_im_Bach_Mai'10_MS_RF.docmsword90.6 Kb

Naturgefahren bei uns?!

Möglicher Anlass / Kontext

Diskussion in der Gemeinde, Medienbericht

Vorkenntnisse

Allgemeinwissen

Fächer

Geografie, Geschichte

Stufe

Sekundarstufe I E (G)

Orte

Schulzimmer, im Gemeindegebiet

Dauer

Mehrere Lektionen

Methode

Aktivieren eigenen Wissens, Ergänzende Recherche, Kritisches Vergleichen mit offizieller Beurteilung

Material

Aufgabenblatt 2.1.1, Fotoapparat, Gemeindeplan (1:10'000 oder 1:25'000), Schreibkärtchen, Stifte

Leitziele gemäss Lehrplan Thurgau

Realien Geografie

Leben auf der Erde: Die Schüler und Schülerinnen werden darauf aufmerksam, dass Naturereignisse und Lebensformen von geographischen Begebenheiten geprägt und beeinflusst werden.
Sie lernen den unmittelbaren Nutzen des menschlichen Tuns und die Folgen desselben für die Umwelt zueinander in Beziehung zu setzen. Sie können sich zunehmend mit den vergangenen, aktuellen und geplanten Eingriffen des Menschen in die Natur auseinandersetzen und lernen, vorausschauend zu denken.

Realien Geschichte

Ablauf der Zeit: Die Schüler und Schülerinnen sollen Ereignisse und Probleme als Teile von Entwicklungen verstehen lernen und erkennen, wie Menschen – auch sie selbst – von solchen Prozessen betroffen sind.

Lernziele

  • Den Begriff 'Naturgefahren' und seine Inhalte kennen lernen. Definieren, welche Naturgefahren für die Gemeinde bzw. für Bewohner der eigenen Gemeinde relevant sind.



Ablauf
  1. Kurzeinführung durch LehrerIn ins Thema Naturgefahren und in die Methode 'Brainstorming'.
  2. Naturgefahren aus dem Wissensschatz der Schülerinnen und Schüler zusammenführen. Frage: Was fällt dir zum Wort Naturgefahren ein? Brainstorming in Teams à 5-6 Lernenden. Jeder Gedanke / jedes Wort wird auf einem Kärtchen (Post it) aufgeschrieben.
  3. Stichwörter inhaltlich gruppieren: Vorgruppierung in den Teams nach eigenen Kriterien. Zusammenlegen der Kärtchen im System der gewählten Kriterien. Kurzer gegenseitiger Teambesuch. Gruppierung der Wörter mit der ganze Klasse (oder mit je 1 VertreterIn aus den Gruppen). Fotografieren des 'Kärtchenbaums'.
  4. Inhalte recherchieren, Wissen ergänzen: Die verschiedenen Aspekte der Naturgefahren, die aus den Kärtchen hervorgehen, auf die Schülerteams verteilen. Auftrag: Thema inhaltlich vertiefen mit Hilfsmitteln (bachseefluss-Informationen, Internet).
  5. Herausarbeiten, welche Naturgefahren für die Gemeinde relevant bzw. wo und wie Handlungsmöglichkeiten vorhanden sind. Jede Gruppe beurteilt 'ihre' Naturgefahren, ob sie für die Gemeinde relevant sind bzw. ob hier und in welcher Art und Weise Handlungsmöglichkeiten bestehen.
  6. Nachfragen bei älteren Einwohnern bzw. bei der Gemeinde, welche Naturgefahren-Ereignisse schon stattgefunden haben.
  7. Schematische kartografische Darstellung der lokalen Naturgefahren (Hochwasser, Rutschungen).
  8. Vergleich mit der 'offiziellen' Naturgefahrenhinweiskarte' des ARP (ThurGIS). Vergleichen der eigenen Gefahrenkarte mit der Gefahrenkarte des Amtes für Raumplanung: Wo sind Unterschiede? Was fehlt bei der eigenen Karte? Was fehlt auf der Karte des ARP, was aus Sicht der Klasse wichtig wäre? Welche Unsicherheiten sind auch bei der offiziellen Karte vorhanden?
  9. Aufbereitung (Fotografieren) der Pläne und Fotos des Brainstormings für das Aufschalten auf bachseefluss.

NützlicheInformation aus www.bachseefluss.ch :

1.2 Umgang mit Naturgefahren 
Begriffe zu Naturgefahren 
5.2 Die Naturgefahrenkarte
Gefahrenhinweiskarte CD

Kompetenzen

Fähig sein, Naturgefahren in der Gemeinde benennen und diskutieren zu können.
Fähig sein, Informationen zu erschliessen und auf ihre Wichtigkeit zu prüfen.
Fähig sein, Aspekte eines Themas ordnen und entsprechend darstellen zu können.
Fähig sein, sich auf Landeskarten und Plänen zurecht zu finden.
 

Kompetenzförderung:

Fähigkeit sich an die Regeln einer Methode zu halten (Selbstkompetenz, Methodenkompetenz)
Kooperationsfähigkeit (Sozialkompetenz)

MaterialienTypGrösse
AB_2.1.1_Naturgefahren_bei_uns_Mai'10_MS_RF.docmsword38.9 Kb

Über den Bach hinaus: Wasserwege

Möglicher Anlass / Kontext

Diskussion über Hochwassergefahr in der Gemeinde

Vorkenntnisse

Verhalten des Wassers in Bezug auf die Schwerkraft

Fächer

Geografie, Physik

Stufe

Sekundarstufe I E (G)

Orte

am Bach / vor Ort, im Gemeindegebiet

Dauer

Halber Tag

Methode

Deduktiv: Wasser und sein Strömungsverhalten studieren. Erkenntnisse auf eine konkrete Situation anwenden.

Material

Gemeindeplan, Schreibmaterialien, topografischer Plan

Leitziele gemäss Lehrplan Thurgau

Realien Geografie

Raum um uns: Die Schüler und Schülerinnen lernen Orientierungsverfahren kennen und erweitern ihre geographischen Kenntnisse. Die Orientierung beginnt im persönlichen Umfeld.

Leben auf der Erde: Die Schüler und Schülerinnen werden darauf aufmerksam, dass Naturereignisse und Lebensformen von geographischen Begebenheiten geprägt und beeinflusst werden.

Realien Naturlehre

Vom Mensch geschaffen: Die Schülerinnen und Schüler sollen die Fähigkeit entwickeln, komplizierte Naturvorgänge modellhaft zu erfassen. 

Raum um uns: Die Schüler und Schülerinnen nehmen die Natur in ihrer unmittelbaren Umgebung wahr und können Phänomene und Probleme erkennen.

Lernziele

  • Das Strömungsverhalten von Wasser in verschiedenen Situationen (Gerade, Kurve, Engpass etc.) beschreiben können.
  • Die Topografie im Umfeld des Baches und von Engstellen kennen lernen und mögliche Ausbreitungswege des Hochwassers abschätzen können.
  • Den Umgang mit topografischen Karten üben.
  • Kennenlernen von wissenschaftlichen Methoden.
     



Ablauf

0) Vorexkursion des Lehrers / der Lehrerin, um Bach- und Hochwassersituationen, wo Wasser über die Ufer treten kann, zu erkennen, bzw. Kontakt zur Gemeinde aufzunehmen.

  1. Input in Physik über das Verhalten von Wasser bezüglich Schwerkraft. 
    Durchführen von einfachen Wasserversuchen: schiefe Ebenen mit kleinem Relief, mit und ohne Objekten, die im Wege stehen, evt. Arbeiten mit Lehm: Bau eines künstlichen Bachlaufes zur Beobachtung von Strömungsverhalten.
  2. Studium das Bachlaufes auf einer topografischen Karte.
    Abschätzen
    möglicher Hochwasserübertrittsstellen und der möglichen Wege, die das Wasser ausserhalb des Bettes nehmen könnte. 
    Planen einer Begehung.
  3. Aufsuchen von Stellen, an denen Wasser über die Ufer strömen könnte: oberhalb und in der Siedlung. Begehen der Abschnitte von der theoretischen Austrittsstelle bachabwärts. Erkunden. Fotografieren.
  4. Nochmaliges Aufsuchen der theoretischen Austrittsstelle: In Gruppen bewegen sich die Schülerinnen und Schüler durch das Gelände und / oder durch die Siedlung auf den 'Wegen', die wahrscheinlich auch das Wasser nehmen würde. Die Gruppen halten ihre Route und ihre Einschätzung der Ausbreitung des Wassers (Fläche, Strömungsrichtung) auf einer Karte fest.
  5. Im Schulzimmer: Zusammenführen der Erkenntnisse der einzelnen Gruppen. Darstellen der Feldstudien auf einem gemeinsamen Plan. Diskussion, wie man die Erkenntnisse (wissenschaftlich) überprüfen könnte.
  6. Persönliches Treffen mit Planungs-ExpertIn und GemeindekennerIn. Vorstellen des Kartenwerks der Klasse. Reaktion der / des ExpertIn. Würdigung der Schülerarbeit. Facheinschätzung des Hochwasserverhaltens. Vorstellen von Verfahren, wie Prognosen erarbeitet werden (Topografische Modelle, Erfahrungen aus früheren Ereignissen) und welche Aussagegenauigkeit sie haben.
  7. Fotografieren der Schülerpläne und mit Fotos der Begehung und kurzem Beschrieb aufschalten in www.bachseefluss.ch .

Nützliche Informationen aus www.bachseefluss.ch:

5.1 Erhebung der Grundlagen für Planungen und Projekte
5.2 Die Naturgefahrenkarte
Gefahrenhinweiskarte CD  
Infoblatt 5.2: Daten zum Wasser: Vom Niederschlag bis zum Abfluss

Begriffe zu Naturgefahren

Kompetenzen

Dispositionsziele:
Fähig sein, selber Erkenntnisse zu gewinnen und kritisch zu hinterfragen.
Fähig sein, im Thema Hochwasser-Verhalten bezüglich Grundlagen in differenzierter Weise mitreden zu können. 
Fähig sein, die in Modellen erworbenen Erkenntnissen kritisch zu betrachten.

Kompetenzförderung:
Interdisziplinär Erkenntnisse gewinnen und handeln (Sach- und Methodenkompetenz).
Kooperationsfähigkeit (Sozialkompetenz).

Naturgefahren-Projekte: Wer steckt dahinter?

Idee
Hinter Projekten zur Eindämmung von Naturgefahren stehen Menschen und Geschichten. Sich mit der Geschichte eines Projektes und den beteiligten Menschen aus der Gemeinde zu beschäftigen, bringt tiefere Einsichten in einen Sachverhalt und in das Gemeinwesen.

Naturgefahren früher und heute

Idee
Aus früheren aussergewöhnlichen Naturereignissen soll hergeleitet werden, welche Gefahr sie für die BewohnerInnen der Gemeinde bedeuten und wie man mit der Gefahr und/oder Schäden konkret umgehen kann.

Mit dem Bagger gegen Naturgefahren

Idee
Wasserbaustellen entstehen zur Bewältigung von Naturgefahren und zur Revitalisierung der Gewässer. Sie stellen meist grössere Eingriffe in ein Naturgefüge dar. Interessierte fragen sich: Weshalb wird hier gebaut? Ist das notwendig?
Die Beschäftigung mit einer Wasserbaustelle gibt Einblick in die Vorgehensweise der Gemeinde nach einem Naturereignis und in die Risiken bezüglich Schädigung der Natur.

Aggregatszustände des Wassers

Idee
Der Kanton TG ist ein vom Wasser geprägter Kanton. Hier auftretende Naturereignisse haben meist mit Wasser zu tun – und manchmal auch mit dem Mangel an Wasser. Wann und wo ist in der Landschaft Wasser in welcher Aggregatsform wahrnehmbar?

Inhalt abgleichen